Kunst ist die Verbindung von Freiheit, Spiritualität und Intelligenz

Alexander Charistos

KÜNSTLERISCHER WERDEGANG

Alexander Charistos

Was kann oder will ich über meine Kunst sagen, spricht doch ein Künstler hauptsächlich durch seine Bilder. Offensichtlich ist das Spirituelle und das Vulvische in meiner Kunst. Das in die Tiefe fallen, spielt eine entscheidende Rolle für mich. Durch Öffnungen und/oder durch die Farbe Schwarz sollen Erfahrungen ermöglicht werden.

Mich faszinierten die Arbeiten Lucio Fontana seine Einschnitte, das Öffnen der Leinwand, das Vulvische in seiner Kunst genauso wie bei Georgia o Keeffe, die in ihren Blumenbilder das Vulvische malerisch umsetzt.
Bei Anish Kapoor ist es das Schwarz in seinen Werken, das einem förmlich einsaugen kann, wie es in vielen seiner Arbeiten und ganz besonders stark in seinem Werk „Descent into Limbo“ zum Ausdruck kommt. Dieses in die Tiefe fallen, dass durch das Schwarz erzeugt werden kann, spielt auch in meinen Arbeiten eine wesentliche Rolle tritt manchmal als klare Form oder als fleckenartig auf.
Auch bei Mark Rothkos Gemälden entsteht durch das subtile Übermalen, das schichtenweise Auftragen der Farben eine Tiefe eine vibrierende Tiefe, die den Betrachter auf sich selbst zurückwirft. Mein Übermalen ist von einer anderen Art, aber es möchte Ähnliches bewirken.
Mit Mario Merz verbindet mich die Fibonacci Zahlenreihe mit der auch ich mich in künstlerisch auseinander gesetzt habe, wenn auch in anderer Weise.
Schon sehr früh begeisterte mich Arnulf Rainer einerseits mit seiner gestischen Malerei und seinen Übermalungen.
Hermann Nitsch seine archaische Mystik, die sinnlichen Prozesse in seinen Werken und das Rinnen und Fließen der Farbe sind in meine Kunstwerke eingeflossen.
Ein weiterer wichtiger Künstler für meine Entwicklung war Juan Miro und seine spezielle surrealen Formen und Figuren und später entdeckte ich Gemeinsamkeiten in seinen Verbrennungen.
Und wie bei vielen Künstlern beeinflußte Marcel Duchamp mein Denken. Seine intellektuelle Interpretationen, seine Ready Mades und seine Verwandlungsfähigkeit waren mehr als eine Inspiration für mich.
Und dann Jackson Pollock, seine gestische Malerei, seine Drippings, die vielen Linien. Bei mir sind keine Drippings über einen Pinsel (Luftpinsel) trage ich aus unterschiedlicher Höhe trage ich die Farbe auf, manchmal gezielter manchmal gestischer mit Lacken meist mit lacken oder Siebdruckfarben.
Weitere Lehrer für mich waren Günther Ücker und seine Nagelkunst und last not least Joseph Beuys in seiner gesamten Bandbreite, als Kunstfigur, als Lehrer, als Schamane und als Wegbereiter der Sozialen Plastik und des erweiterten Kunstbegriffs.

  • 1992 Einladung von Dir. Prof. Oswald Oberhuber zum Studium an der Hochschule für angewandte Kunst als a.o. Student
  • 1995-1998 Plakataktionen im öffentl. Raum in Wien und auf der Art Cologne
  • seit 1997 diverse Mailart-Aktivitäten (Projekte, Kunstaustausch mit zahlreichen internationalen Künstlern, Performances, Kurator von Mailart Austellungen, etc.)

Künstlerische Aktivitäten durch das Studio im2ten:

  • 2010 Eröffnung der Galerie, Seminar- und Eventlocation Studio im2ten
(Das Studio im 2ten ist ein Kulturkonzept zur Präsentation und Promotion
der künstlerischen Arbeiten von Alexander und Gonca Charistos durch Vermietung der Galerie an diverse Unternehmen und durch Veranstaltungen)
  • 2012, 2017, 2018 Teilnehmer am Atelierrundgang Q202
  • seit 2014 permanente Ausstellung in den Räumlichkeiten von ibisacam in Wien

seit 1997 Teilnahme an div. Ausstellungen hauptsächlich Gruppenausstellungen eine Auswahl:

  • Galerie Beljaevo, Moskau
  • Galeria Il Gabbiano, La Spezia (Italien)
  • Museum of Modern Art Andy Warhol (Slowakei)
  • Museum of Modern Art, Tokyo
  • Kölner Stadtmuseum
  • Galeria Osrodka Promocij Kultura, Czestochowa (Polen)
  • Cultuurcentrum Brügge (Belgien)
  • Museo de Arte Contemporaneo, Santiago de Chile
  • Centre Culturel in Liege (Belgien)
  • Kunstkabinett LBK, Hamburg
  • Galleria d’Arte Contemporaneo Castel San Pietro di Terme
  • Kunstbibliothek Staatl. Museen, Berlin
  • Gallery ExG, Pälkäne (Finnland)
  • Kunstkammer Schloß Bartenstein (Deutschland)
  • Korean National Museum of Contemporary Art
  • Esslmuseum, Klosterneuburg

Auszeichnungen:

  • 1999 Kleinkunstbiennale in Pisa (segnalato)
  • 2000 Kleinkunstbiennale in Pisa (mentioned)
  • 2002 1. Preis IV. Sacha Salao (Brasilien) verliehen vom Kulturministerium
  • 2009 staatliche Auszeichnung für die Projektarbeit mit dem BG XI. Gieringergasse

Rezensionen:

Alexander Charistos beschäftigt sich mit der Faszination des Schwarzen Lochs, der Tiefe, des Fallens in die Stille, in die Einheit und Unendlichkeit des Raumes und in die Glückseligkeit wird von ihm nicht allein nur durch den schöpferischen Vorgang gesucht, aber in diesem dezidiert in langen meditativen Arbeitsprozessen immer wieder manifestiert Und das „Schwarz“ in seinen überaus energetisch verdichteten Werken saugt uns förmlich ein und führt uns tatsächlich in eine unendliche Tiefe. Das nicht reflektierende und damit absolute Schwarz zieht wie die Antimaterie des Schwarzen Loches alles an sich … die Künstler können es einfach nicht lassen den Blick des Betrachters möglichst lange ins Bild zu bannen … um ihm so dieses Verschmelzungserlebnis des Sichselbstvergessens und das- Absorbiert werden- zu ermöglichen.

Das Erleben des in die Tiefe Fallens … das ist vulvisch, weiblich, sagt Alexander Charistos. Daher wendet er sich in der letzten Zeit wieder verstärkt der Benachteiligung der Frauen als Gegenbewegung zum patriachalen Denken zu und will seine Kunst im Gegensatz zum „Phallischen“ mehr „Vulvisch“ machen, so sagt er, und prägt dabei gleich einen neuen wichtigen und längst überfälligen Begriff für unser Wörterbuch. In diesem Kontext sind seine „Rißarbeiten“ zu verstehen oder eine goldgerandete Vulva mit echter Lustperle. Ausgestellt ist auch sein „Vulvakreuz“ … Gott ist weiblich mit roten Stoffflammen … Rot ist die Farbe des Blutes, des Schmerzes aber auch des Lebens und der Liebe.
Dr. Waltraud Schwarzhappel, Kunsthistorikerin (2019)

Er verkörpert eine kreative Urgewalt die auch seine Oberflächen zerreißt, die sich prickelnd, vibrierend und energiegeladen aus der Tiefe heraus eruptiv aus den Bildern nach außen katapultiert, meist aus einem Zentrum heraus in millionenfache Teile und Partikel zerspringt, in multidimensionalen Schichten, immer wieder aufs Neue sich formend und überlagernd. Er schafft ein seelenerregendes Werk, aufwühlend und leidenschaftlich, ist in der Farbwahl kräftig, satt, mit einem Schwarz das leuchtet. Mit vielfältigsten Mitteln und Materialien, raffiniert, experimentell ungemein kreativ, variabel und handwerklich ausgeklügelt (vieles davon ist unsichtbar und bleibt dem Betrachter verborgen, ist aber in seiner Wirkung fühlbar und spürbar) schafft und erarbeitet er (oft in langen Zeitspannen) vielschichtige und kleinteilige, wie zerborsten wirkende Oberflächen. Er strotzt nur so vor neuen kreativen und technischen Zugängen, seine pure pulsierende Lebendigkeit schafft in sich sprühend lebendige, bewegte, strahlend-dunkelleuchtende Schönheiten.
Dr. Waltraud Schwarzhappel, Kunsthistorikerin (2018)

Mail Art:

Mail Art ist Kunst per Post und somit die sublimste Form der Korrespondenz. Das wesentliche ist der Prozess der fortgesetzten kollektiven Selbstschöpfung des Netzwerkes durch seine Akteure, also Aktion und Kommunikation. Im Kontext von Medientheorien und konzeptueller Kunst seit den 1960er Jahren galten die von Netzwerkern versendeten Gegenstände und Mitteilungen nur als Spuren des umfassenden künstlerischen, politischen und philosophischen Unternehmens Mail Art. In Anlehnung an den Fluxus-Künstlers Robert Fillliou wird Mail Art von ihren Beteiligten oft „Eternal Network“ genannt. Mail Art wurde auch als soziales und politisches Medium genutzt, beispielsweise als Mittel des Widerstands in den Diktaturen Lateinamerikas (Clemente Padin, und Osteuropa).

Der Begriff Mail Art wurde 1971 von dem Kunstkritiker und Kurator Jean-Marc Poinsot geprägt, aber erst nach einem Artikel des Künstlers David Zack 1973 in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift Art in America im Mail-Art-Netzwerk selbst übernommen. Ihre Ursprünge liegen in der New York Correspondance School (1950) des Künstlers Ray Johnsons, einem Netzwerk künstlerischer Briefwechsel im Umfeld von Fluxus, Pop Art und der New Yorker Kunstszene.1970 eine Gruppenausstellung im Whitney Museum of American Art. Fluxus-Künstler wie Ben Vautier, Wolf Vostell und Ken Friedman beteiligten ebenfalls an frühen Mail Art-Projekten.

Die kanadische Künstlergruppe „General Idea“, deren Zeitschrift „FILE“ die Typographie der Zeitschrift „LIFE“ imitierte, sowie die „Bay Area Dadaists“ in San Francisco um Anna Banana und Bill Gaglione, deren Zeitschrift „VILE“ wiederum auf „FILE“ anspielte. Weitere bekannte Mail Art-Netzwerker sind Vittore Baroni, Guillermo Deisler, Klaus Groh, Henning Mittendorf, Chuck Welch, John Held Jr., Hans Rüedi Fricker, Birger Jesch, Lutz Wohlrab, Keiichi Nakamura, Shozo Shimamoto, Clemente Padin, Guy Bleus, Guido Vermeulen u.v.a. Eines der ersten weltweit verbreiteten Netzwerke war das von Klaus Groh herausgegebene Info-Blatt „IAC-INFO“, (IAC = International Artists‘ Cooperation) wovon 40 Exemplare erschienen sind. Ab Mitte der 1970er Jahre waren auch Performance-Künstler wie COUM Transmissions (später umbenannt in Throbbing Gristle) und Monte Cazazza im Mail Art-Netzwerk aktiv, die zu Begründern der Industrial Music wurden. In den 1980er Jahren ging der Neoismus aus der Mail Art hervor. Nach der Öffnung des „eisernen Vorhangs“ hat die Mail Art als Distributionsinstrument ihre ursprüngliche Bedeutung verloren. Für wissenschaftliche Forschungszwecke sind die entstandenen Mail Art Archive von großer Bedeutung. Die zur Zeit umfangreichsten sind das von György Galantai in Budapest gegründete Archiv „art pool“ und das von César Reglero Campus gegründete Archiv „boek 861“ in Tarragona. Die Hilferufe aus den sozialistischen Ländern Osteuropas und den Ländern der lateinamerikanischen Militärdiktaturen änderten sich in eine neue ästhetische Form der brieflichen Kommunikation, die in Sphären der visuellen und konkreten Poesie landeten. Seit Beginn der 90er Jahre ist ein Schwerpunkt innerhalb der Mail-Art das gemeinsame Erstellen des an visueller Poesie im weitesten Sinne orientierten Künstlerbuchs (Künstlerbuch) und der Künstlerzeitschrift geworden. Herausgeber wie Hartmut Andryczuk, Guillermo Deisler, Vittore Baroni, Karl-Friedrich Hacker, Schoko Casana Rosso, Ryosuke Cohen und Francis van Maele u.a. dienten und dienen hierbei als Schaltzentralen.

Die medientheoretische Bedeutung von Mail Art erschließt sich erst in Beziehung zu späteren Entwicklungen wie digitaler Netzkunst bzw. Net art, oder in Beziehung zum Austausch in Mailboxen und im Usenet. Mail Art ist zwar keine analoge Internet-Kunst per Post, ließ aber bereits früh Strategien und Phänomene erkennen, die sich später in telematischer Kunst und anderen künstlerischen Aneignungen des Internet ausprägten.

Von Beginn an war Mail Art eine Netzwerkkunst, die sich selbst reflektiert, künstlerische Identitäten und virtuelle Personen hervorbringt und soziale Verhaltensweisen der Teilnehmer verändert. Dies wird möglich, denn Mail Art ist immer DenkArt. „Ich sende Ihnen einen Gedanken zu. Bitte denken Sie ihn weiter.“ (Robert Rehfeldt)

Mail Art heißt besonders hier experimentieren und spielen. „Wenn Mail Art Träumen ist, so ist es zusammen Träumen.“ (G. Bleus) Und es bleibt nicht beim Träumen …

Vorformen der Idee „Avatar“ sind beispielsweise zu finden, etwa in der von David Zack erfundenen multiplen Identität Monty Cantsin oder in der „Cavellini Foundation“.

Mail Art kreiert Sprüche: „Art is consolation for my soul“ (Alexander Charistos)
„Art is Communication“ (Horst Tress) „Art makes dirty hands“ (unbekannt)

Künstler mit Phatasienamen wie: „Pag hat the rat girl“ „Dragonflydream“, „Dopesick“, „Ficus Strangulensis“, „Ex Posto Facto“, „Pinky“, „PJM“, „State of Being“, „Tartarugo“ „Snake-Y“, „The Sticker Dude“, „J. C. Synthetics“, „Netmail“, „Pigdada“, etc.

Bekannteste österreichische Mail Art Künstler: Pahdi Frieberger, Heinz Gappmayer, Alexander Charistos (Charistos-Ansari), Wilhelm Schramm, Erich Sündermann, Gue Schmidt

Portrait Alexander Charistos
VON AQUARELL, Öl, Mischtechnik bis Mail-Art

Werke von Alexander Charistos

Kunstwerke im Hochformat
Kunstwerke im Querformat
Fotoübermalungen im Hochformat
Fotoübermalungen im Querformat
Aquarelle im Hochformat
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